Die Hilfe ist geteilt in GLOBALE Funktionen (überall wirksam) und die Besonderheiten der drei Projektarten MASHUP, EDIT und DJ-MIX. Fast alles lässt sich auf Tastenkürzel legen (Einstellungen → Tastatur).
Globale Funktionen — überall
Projekte & Verwaltung
Drei Projektarten: MASHUP (mehrere Tracks, ein Master gibt Arrangement/Tempo/Tonart vor), TRACK-EDIT (einen einzelnen Track umbauen) und DJ-MIX (Track-Kette mit automatischen Übergängen).
„Projekte" in der Leiste: Neu, Öffnen, Duplizieren, als ZIP exportieren/importieren, Entladen. Gespeichert wird automatisch (entprellt) im Hintergrund; beim Projektwechsel, Export und Beenden sofort. Cmd+Z/Umschalt+Cmd+Z = Undo/Redo.
Browser (Tracks & Samples finden)
Drei Hauptkategorien oben: BROWSER (eigene Dateien), PALETTE (deine gesammelten Loops/Segmente) und BRIDGE (rekordbox/Serato). Es ist immer genau eine aktiv.
BROWSER-Unterkategorien: Ordner (frei wählbarer Musikordner), Musik (Library) und Samples (Loops/One-Shots). Suchen und Sortieren oben; Klick auf die Mini-Wellenform hört ab dieser Stelle vor; Läuft ein Projekt, wird tempo-synchron zum Arrangement vorgehört. Die Vorhör-Lautstärke gilt für beide Wege.
„Loop" (nur im Samples-Tab): Vorschau als Loop abspielen. Der Key-Badge zeigt harmonische Passung: grün = passt, gelb/orange = transponierbar, grau = unpassend.
Hinzufügen: Doppelklick oder Ziehen in die Timeline. Rechtsklick löscht Einträge (Ordner/Musik/Samples). Datei auf eine Sampler-Spur ziehen = als Sample importieren.
BRIDGE: rekordbox einmal verbinden (die App entschlüsselt die Datenbank, Spinner + Status). Danach Playlists/Ordner oder „Gesamte Sammlung" durchsehen (mit Lade-Status). Serato über die Crate-Auswahl. Playlist-Rechtsklick: Struktur-Referenzen exportieren / Struktur lernen (verbessert die Erkennung).
Transport & Timeline
Wiedergabe: Leertaste bzw. Play/Stop. Stop springt auf Anfang. Positionsanzeige = Takt.Viertel + Spielzeit. Tempo-Feld setzt die Projekt-BPM (Return), −/+ transponiert den Master um Halbtöne.
LOOP: im Lineal einen Bereich ziehen — wird wiederholt; erneut ziehen ändert, Doppelklick entfernt. SKIP: im unteren Lineal-Streifen ziehen — wird bei Wiedergabe UND Export übersprungen.
Zwei Raster-Wähler in der Leiste: Snap (Verschieben von Clips) und Edit-Raster (Cursor/Grid-Linien). Klick ins Lineal setzt den Playhead (rastet aufs Raster).
Zoom/Scroll: Mausrad scrollt; Cmd+Mausrad zoomt horizontal (Zeitachse), Cmd+Umschalt+Mausrad zoomt vertikal (Spurhöhen). Zeilenhöhen und die Kopf-Spaltenbreite lassen sich zusätzlich an den Griffen ziehen. Oben links liegen dafür auch +/−-Schalter (horizontal und vertikal ↕). Gilt in Mashup, Edit und DJ-Mix.
Metronom: CLICK an/aus, Lautstärke am Regler daneben — sample-genau auf dem Raster.
Mixer
Pro Kanal: EQ-Kurve (Doppelklick öffnet den 8-Band-Editor mit Presets), zwei Insert-Plugin-Slots, drei Send-Regler zu den FX-Bussen (Beschriftung = Ziel), Pan, Fader mit Wertfeld, Peak/OVER (Klick setzt zurück) und Pegel-Meter, M = Stumm, S = Solo.
DUCK öffnet den Sidechain-Ducker (s. u.); der Knopf leuchtet, wenn aktiv. Am Spurkopf sitzen zudem HP/LP-Filter und ein Delay-Preset.
Rechtsklick im Kanalzug: FX-Busse global ein-/ausblenden.
MASTER-KANAL: Neben dem Lautstärke-Fader sitzt der gelbe MAX-Regler — der Maximizer. Er hebt die Summe an und formt die Spitzen transparent auf das Ceiling -0,2 dBFS; die Zahl darunter zeigt immer den wirkenden Wert. Mit dem A-Knopf regelt er automatisch und bewusst träge, damit man die Anpassung nicht hört; A aus = Handbetrieb (0-6 dB, Doppelklick = aus). Darunter zeigen TP (True Peak) und der Korrelationsgrad die Summe messtechnisch.
Ducker / Sidechain
DUCK am Kanal öffnet ein frei verschiebbares Fenster — das Arrangement bleibt bedienbar. Aktiv schaltet den Ducker ein (wie ein Insert-Bypass).
Trigger: welche Spur das Ducken auslöst (Sampler A+B, ein Segment oder ein Element — nie der eigene Kanal). Solo einer anderen Spur unterbricht den Trigger NICHT; Mute der Trigger-Spur schon.
Depth = maximale Absenkung (dB, 0 = aus). Attack/Release = Reaktionszeiten. Attack-Kurve = Härte des Einsatzes (0 hart … 1 weich). Release-Kurve = Verlauf der Rückkehr (0 schnell mit weichem Auslauf, 0,5 linear, 1 hält lange unten — Pumpen). Die Kurve zeigt das exakte Verhalten und wirkt live.
Fx-busse, Plugins & Master
Drei FX-Busse (Reverb, Delay, dritter frei) — die Send-Regler speisen sie; jeder Bus hat Rückweg-Pegel und eigenen EQ. Bus-Feld anklicken: internen Effekt einstellen (Parameter…) oder ein AU/VST3-Plugin wählen, Editor öffnen, entfernen. Plugins werden beim ersten Start gescannt (Fortschritt in den Einstellungen); neue danach erneut scannen.
Kanal-Inserts: zwei Slots pro Kanal (EQ → Inserts → Fader).
Master: eigene Dynamik-Sektion (Zahnrad am Master) mit Presets, eigenen Werten, überschreibbaren Werks-Presets und GR-Anzeige; ein Safety-Limiter schützt immer vor Übersteuerung.
Echo Out
ECHO schaltet tempo-synchrone Ausklinger an Schnittkanten und Part-Enden — Übergänge klingen aus statt hart zu stoppen. Shift+Klick auf ECHO: Lautstärke, Feedback (Ausklingdauer), Einsatzfenster und wo es greift (Part-Enden/Schnittkanten).
Automation
A am Spurkopf öffnet eine Automations-Zeile (Ziel wählbar: Volume, Pan, Sends, HP/LP, Resonanz, Filter-Wet). Punkte per Klick setzen/ziehen, Doppelklick löscht, Shift = Mehrfachauswahl; [+] fügt weitere Ziele hinzu. A-REC in der Leiste: während der Wiedergabe schreiben Regler ihre Bewegung als Automation. A (Leiste) blendet alle Automations-Zeilen ein/aus.
Struktur-band
Zeigt erkannte Song-Teile (Intro, Verse, Drop, Break …). Doppelklick auf ein Label korrigiert es; Rechtsklick: teilen, verschmelzen, als Referenz sichern; die Unterkante zieht die Bandhöhe. Grenzen lassen sich verschieben (mit Ripple-Nachfrage). Korrekturen verbessern die Erkennung mit der Zeit.
Tonart & Camelot
Tonarten werden automatisch an den Master angepasst (Grenzen in den Einstellungen: max. Halbtöne, verwandte Tonarten zulassen, Vocals schonen). Anzeige musikalisch (Am, F#) oder Camelot (8A, 11B) — Einstellungen → Key-Anzeige. Solange die Originaltonart läuft, wird nicht transponiert.
Export
EXPORT rendert das Projekt (Loop/Skip und Master-Kette inklusive) als WAV oder MP3; Samplerate und MP3-Qualität wählbar. Optional direkt in die rekordbox-Datenbank (mit Backup); die Dateien landen unter Musik/musaik.
Einstellungen
Sprache, UI-Skalierung/Schriftgröße, Key-Anzeige, DJ-Software-Pfade (rekordbox/Serato), Audio-Qualität (Stretch-Qualität, Formant-Erhalt, Auto-Trim), Echo-Voreinstellungen, Regelwerke (Mashup/Automix) und Performance-Schalter. Der Entwickler-Bereich wird durch 5× Klick auf die Version in „Über" freigeschaltet.
LAYOUT: Wellenform-Darstellung (Spektralband, Kontur, Balken, Deck) getrennt fuer Timeline und Uebersicht, dazu Glaettung und Transparenz; Mixer-Kanalbreite, Schriftgroesse und UI-Skalierung; im Edit-Modus laesst sich die Mixer-Mitte auf Palette oder Samples stellen. Farben und Wellenform-Toene folgen dem gewaehlten Farbthema.
Mashup-Modus
Prinzip: Mehrere Tracks, ein MASTER gibt Tempo, Tonart und Taktraster vor (Timeline-Takt N = Downbeat N des Masters). Die vier Element-Spuren (Drums, Bass, Music, Vocals) werden je von genau EINEM Quelltrack geliefert.
Spurkopf: „Quelle wählen…" ordnet einer Element-Spur einen Track zu (exklusiv) oder tauscht ihn; im Menü auch „Als Master setzen". Die andere Element-Arrangements bleiben beim Quellenwechsel unberührt. Kopf-Unterkante = Spurhöhe ziehen; das Schloss schützt eine Spur beim Neu-Arrangieren.
Stem-Matrix (4 Mini-Zeilen unter dem Struktur-Band): pro Takt eine Zelle je Stem mit drei Zuständen — aus (leer), zurückgenommen (schwach) und voll (kräftig). Klick schaltet weiter, Ziehen malt über mehrere Takte. Sie ist die Struktur-Vorgabe des Masters.
„Arrangieren" (Cmd+R): baut das Arrangement neu. Der Master gibt über sein Gesamt-Profil vor, WANN etwas spielt; für jede Quelle wird das ähnlichste Fenster gesucht (Groove zu Groove). Vocals landen an den Vocal-Stellen des Masters; zu kurze Passagen werden verlängert. Gesperrte Spuren und die Palette bleiben erhalten.
Mashup-Regelwerk (Einstellungen): steuert die Platzierung feiner — pro Formteil × Stem erlauben/verbieten/bevorzugen, Vocal-Modus (aus/nur Hooks/voll), Lead/Background-Koordination (Music/Bass unter vollem Lead-Vocal beruhigen) und Gewichte des Matchings. Eigene Regeln (auch per KI-Beschreibung) und Presets. Wirkt beim nächsten Arrangieren.
Segmente in die Palette: mit Shift einen Stem-Bereich aufziehen und in die Palette ziehen, oder Clip per Rechtsklick übernehmen. Sampler-Spuren: Segmente daraufziehen — laufen synchron zusätzlich zum Arrangement. Cmd+Ziehen kopiert einen Sampler-Clip. Doppelte Tracks lassen sich zusammenführen.
Edit-Modus (Track-Edit)
Prinzip: EIN Track, große frequenzgefärbte Wellenform. Der Track läuft in Original-Geschwindigkeit und -Tonart (kein Stretch/keine Transponierung, solange du nichts änderst). Beim Hineinziehen eines analysierten Tracks wird dessen BPM als Projekt-Tempo übernommen.
Auswahl: ziehen (rastet auf Beats) — die Box hat Greif-Ecken an allen vier Ecken. BAR SELECT im Panel wählt exakte Taktlängen (1…128) ab dem Playhead. Minimap oben scrollt/setzt den Playhead.
Aktionen (Panel/Tasten): Löschen (Ripple, kein Loch), Leeren (Loch bleibt), Kopieren/Einfügen (Cmd+C/V), Klonen (Cmd+L), Einfügen mit Ripple, Wiederholen. Auto-Presets: Club-Intro/-Outro voranstellen/anhängen, gestaffelter Aufbau (bei Stems), Breaks straffen, Radio→Club, „nur ein Drop".
Stems: „Stems aufsplitten" trennt den Track (Demucs). In der Stem-Ansicht (vier Sub-Wellenformen) lässt sich jede Lane EINZELN in der Höhe ziehen; Doppelklick auf eine Auswahl aktiviert/deaktiviert einzelne Stems im Bereich; „Mix-Ansicht" bzw. „↻ Original" stellt alles wieder her.
Sampler-Spuren (unter der Hauptspur, per + anlegbar): Palette-Clips ablegen; der Chevron ▾/▸ klappt die Spur ein/aus. Kopf-Breite und Zeilenhöhen sind wie im Mashup ziehbar, Lautstärke-Info im Kopf.
Grid verschieben (nur Edit): GRID einschalten — Raster über der Wellenform. Ziehen oder ‹ › in 1/64-Schritten, RST = Analyse-Original, GRID erneut = speichern und aus. So korrigierst du ein daneben liegendes Beatgrid.
DJ-Mix-Modus
Prinzip: Eine KETTE von Tracks mit automatischen Übergängen. Die Reihenfolge + Übergangslängen sind die Wahrheit — die Timeline ist magnetisch: änderst du einen Übergang, rückt die restliche Kette mit.
Playlist-Panel: Tracks per Drag&Drop (Browser/rekordbox) hinzufügen, Reihenfolge mit ↑/↓ ändern, mit × entfernen. Die Beziehungs-Ampel je Übergang zeigt die Tonart-Nähe (grün perfekt … rot Clash).
Harmonize: sortiert die Kette automatisch nach Tonart + BPM (Modus Mood/Fuzzy, Schieber Key↔BPM). Mix-BPM-Feld gibt der ganzen Kette ein Tempo (leer = Master-Tempo).
Übergangs-Editor (Klick auf die Taste zwischen zwei Tracks): oben Deck A (ausgehend), unten Deck B (einsteigend). Preset (Blenden/Filter), Übergangslänge, Intensität; die Volume- und Filter-Kurven sind mit Knoten editierbar (ziehen/Doppelklick löscht/Shift = Bereich muten). „Automatik" wählt das Preset per Scoring, „Regelwerk" wendet die Automix-Regeln nur auf diesen Übergang an. Play loopt den Übergang zum Prüfen. Gesperrt schützt vor Automatik.
Stem-Übergänge: bei separierten Tracks klappt jedes Deck in vier Stem-Lanes mit eigenen Kurven; Stem-Preset (z.B. Acapella-Blend, Bass-Swap, Drums-Only) und Timing (früh/Mitte/spät …) wählbar. Tempo-Sync rampt den einsteigenden Track aufs laufende Tempo.
Automix (Kopf des Panels + Config): „Auto" gibt neuen Tracks automatisch den Standard-Übergang; „Mixpunkte neu planen" setzt Ein-/Ausstieg aus Struktur + Stems; die Config steuert Stil, Länge, Timing, Mixpunkte, Stems und Tempo global.
DJ-Edit („Edit" im Panel): Tracks innerhalb des Mix bearbeiten — Cursor setzen, Bereich wählen und Löschen/Leeren/Klonen/Kopieren/Einfügen/Wiederholen (magnetisch). „Stems" schaltet alle bereits separierten Tracks zwischen Mix- und Stem-Ansicht um.